Regenwasser im Garten sammeln: Anlage und Nutzung
Regenwasser im Garten sammelt man, indem man einen Regensammler an der Fallrohr anschließt, der eine Tonne oder Zisterne (oberirdisch oder unterirdisch) füllt. Als Faustregel gilt: 1 mm Regen auf 1 m² Dachfläche ergibt etwa 1 Liter Wasser — genug, um gratis zu gießen, mit kalkfreiem Wasser, ideal für Zitruspflanzen und Aussaaten.
Die Chatelain-Methode für Regenwasser
Man beobachtet die Dachfläche und den Gießbedarf; man diagnostiziert das nötige Tonnenvolumen; man korrigiert mit Sammler und Überlauf; man beugt vor gegen Algen und Mücken durch eine blickdichte, abgedeckte Tonne.
Wie viel Wasser kann man sammeln?
| Dachfläche | Bei 10 mm Regen |
|---|---|
| 50 m² | ≈ 500 L |
| 80 m² | ≈ 800 L |
| 100 m² | ≈ 1.000 L |
Hinweis des Châtelain. Die Faustformel: Dachfläche (m²) × Niederschlag (mm) = Liter Regenwasser, abzüglich des Wirkungsgrads (Ziegeldach ca. 80-90 %, Flachdach ca. 70-80 %). Bei einer typischen Dachfläche von 80 m² empfiehlt sich eine Tonne mit mindestens 500 bis 600 Litern.
Installieren und nutzen
- Regensammler am Fallrohr (filtert Laub, leitet den Überlauf ab).
- Blickdichte Tonne (gegen Algen), abgedeckt (gegen Mücken), auf stabilem Untergrund.
- Zapfhahn unten + Überlauf an die Kanalisation angeschlossen.
- Nutzung: Gießkanne, Schwerkraftschlauch oder Pumpe für Druck.
Weiches, kalkfreies Regenwasser eignet sich hervorragend für Zitruspflanzen, die empfindlich auf Kalk reagieren, sowie für Jungpflanzen und Aussaaten.
FAQ
Wie viel Regenwasser lässt sich sammeln?
Als Richtwert etwa 1 Liter pro m² Dachfläche und mm Regen. Ein 100-m²-Dach sammelt bei 10 mm Regen rund 1.000 Liter — abzüglich der Wirkungsgradverluste.
Ist Regenwasser für alle Pflanzen geeignet?
Ja, und es ist ideal für kalkempfindliche Pflanzen (Zitrus, Moorbeetpflanzen) und Aussaaten.
Wie vermeidet man Mücken in der Tonne?
Eine abgedeckte, blickdichte Tonne verhindert die Eiablage und begrenzt Algenbildung.